BtMG – Mengenbegriff – Cannabis

BtMG – Mengenbegriff – Cannabis

1. Geringe Menge

Eine geringe Menge bezeichnet die (Brutto)Menge einer Droge, bis zu welcher nach § 29 Abs. 5, 31a BtMG von einer strafrechtlichen Verfolgung abgesehen werden kann. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Straflosigkeit vorliegt. Liegt eine geringe Menge vor, so ist es der Justiz angeraten eine Einstellung des Verfahrens zu Prüfen. Eine „geringe Menge“ umfasst nach weit verstandener Ansicht maximal drei Konsumeinheiten. Eine Konsumeinheit ist dabei die Menge an Droge, die zur Hervorrufung des Rausches erforderlich ist. Diese Menge ist, wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt, so dass nicht keine einheitliche Aussage darüber getroffen werden kann, wann die Grenze der „geringen Menge“ überschritten ist. Die Richtwerte für die „geringe Menge“ bei Cannabis liegen zwischen 6g und 10g.  Dabei wird auf das Bruttogewicht abgestellt und nicht auf den reinen THC-Gehalt. Dies liegt daran, dass ein Wirkstoffgutachten bei diesen geringen Mengen aus Kostengründen verzichtet wird. Wie schon gesagt handelt es sich hierbei um Richtwerte. Bei wiederholtem Drogenbesitz kann von diesen Richtwerten abgewichen werden. Weiterhin muss das Cannabis für den Eigenkonsum bestimmt gewesen sein. Dies bedeutet, dass bei Besitz, Handeltreiben etc auch bei der „geringen Menge“ nicht von der Strafverfolgung abgesehen wird.

2. Normale Menge

Wird die Grenze der „geringen Menge“ überschritten, befindet man sich im Bereich der „normal Menge“.

3. Nicht geringe Menge

Diese wird anhand des Nettowirkstoffgehalts der Bruttomenge des jeweiligen Betäubungsmittels festgestellt. Es gilt der reine THC-Gehalt. Bei Cannabis beginnt die Grenze der „nicht geringe Menge“ bei 7,5 g reinem Wirkstoff (THC).